Reisezeitraum: 19.09.2008 - 21.09.2008Auf UrlaubTestreise waren Sandra (37), Inge (63)
gebucht wurde:
Ein Faulenzer Wochenende für 2 Personen mit Dinnershow/Mex.Dinner
Hotel und Lage:
Das Hotel Grimmeblick in Winterberg-Eklinghausen ist idyllisch eingebettet in einer ruhigen Einfamilienhaussiedlung, abseits der Hauptdurchgangsstraße. Zur Bushaltestelle waren es vom Hotel aus nur ca. 150 Meter.Wandern konnte man gleich vom Hotel aus in alle Richtungen. Darüber haben wir uns mit anderen Hotelgästen, die übrigens zum Teil schon mehrfach dort waren und immer wieder kommen werden, unterhalten. Wir selber haben nur eine kurze Wanderung nach Winterberg (sechs Kilometer) gemacht, die es jedoch auch trotz der kurzen Strecke auf Grund der Höhenunterschiede in sich hatte. Vor dem Hotel gab es einen kleinen Biergarten, in dem wir auf den bezug unseres Zimmers, der leider erst ab 15 Uhr möglich war, warteten. Der erste Eindruck beim Betreten des Hotels war etwas verwirrend, weil viele Gegenstände in unterschiedlichsten Stilrichtungen zur Dekoration gehörten. Im Eingangsbereich stand ein Klavier im Las Vegas-Style, direkt gegenüber eine Vitrine mit Silberbesteck. Ein paar Meter weiter neben einer alten Kasse ein Altar mit asiatischen Figuren, direkt neben einer gemütlichen Sitzecke am Kamin. Ging man weiter, kam man an die Bar, die voll stand mit alten Kaffeemühlen. Der große Essbereich war dekoriert mit zahlreichen Musikinstrumenten (Das Restaurant La Musica) und einer abgetrennten Ecke, die sehr geschmackvoll im mexikanischen Stil eingerichtet war (Restaurant: La Cabeza). Der Frühstücksraum grenzte sich ab durch historische Küchendekoration, inklusive von der Decke hängender Schinken. Im gesamten Haus verteilt saßen oder standen Schaufensterpuppen, die einem das Tagesprogramm präsentierten oder auf das Video des Hauses hinwiesen. (übrigens ein sehr gut gemachter, informativer Film, den man im Internet sehen kann) Den Weg zu den Zimmern zeigten zahlreiche Teddybären, die an der Wand befestigt waren. Ein neuer Stil erwartete uns auf dem Weg dorthin: alles, was einen an die Nordsee erinnert, war im Keller aufgestellt, samt gruseligem Taucher, der wohl schon lange kein Sauerstoff mehr bekommen hat unter seinem Taucherhelm…Einen kurzen Blick warfen wir in die Kegelbahn und gleichzeitig ins Kino, die, wie nicht anders zu erwarten, neue Requisiten zum Vorschein brachten. Sie entführten uns in eine Welt voll Grusel und Phantasie, die einen an vergangene Tage im Phantasialand erinnerten.Das Kino ist nur unter der Woche geöffnet.
Zimmer:
Unser Zimmer war sehr geschmackvoll eingerichtet im Toskana-Stil und mit lavendelblauen Möbeln ausgestattet. Alles passte zusammen und man fühlte sich auf Anhieb wohl. Es war ausreichend groß mit Schreibtisch, Couch,kleinem Tisch, Sessel und TV. Wir hatten auch eine Terrasse samt kleinem Tisch, zwei Stühlen und einer Liege, davor war Rasen und ein nett angelegter Garten. Das Badezimmer mit Dusche war zwar relativ klein, aber sauber, somit kein Grund zur Beanstandung. Es gab sogar eine Waage und einen Hocker. Die Zimmer waren allesamt wunderschön eingerichtet, jedes im Stil eines anderen Lands oder Kontinents. Die neuen Zimmer im Thai-Stil sind der ganze Stolz des Hotelbesitzers, und verleiten einen dazu, von fernen Ländern zu träumen.
Wellness:
Gleich nach der Ankunft machten wir uns auf in den Wellnessbereich. Auch hier war der Stil des Hauses zu finden. Es ist erstaunlich, wie viele Wellnessmöglichkeiten auf so einem engen Raum zusammengestellt wurden: 4 Fitnessgeräte mit großem Video. Direkt gegenüber eine Dusche, ca. einen Meter weiter ein romantisch beleuchteter Whirlpool. Dort gegenüber zwei Strandkörbe mit einem Tisch, dann eine Dampfsauna, eine Kneippecke, zwei Fußwaschbecken, eine finnische und eine Infrarot-Sauna. Das alles auf sehr engem Raum. Hinter einer kleinen Bar, wo hauptsächlich telefonisch Getränke bestellt werden konnten, sind noch vier Liegen aufgestellt, direkt gegenüber von dem Hammam-Bereich und einem romantisch, dunklem Beduinenzelt, in dem man sich auf unzähligen Kissen ausruhen kann. Es waren immer reichlich Handtücher vorhanden und alles war gepflegt. Ein Korb mit Äpfeln stand auch immer dort. Im Indoor-Bereich waren nur wenige Liegemöglichkeiten vorhanden, ein neuer Ruheraum ist jedoch laut Hotelbesitzer in Arbeit und wird bald eingeweiht.Der sehr schöne Außenbereich ist in einem kugeligen Garten angelegt. Ein kleines Schwimmbecken, ein Whirlpool und ein wunderschön angelegter Palmen-Sandstrand mit ausreichend Liegen, Stühlen und Tischen befinden sich auf der unteren Ebene. Ein Wasserfall mit asiatischer Statue rundet das Bild ab und erzeugt exotische Urlaubsgefühle. Über eine schmale Holztreppe kommt man in den oberen Teil des Gartens, wo es noch eine russische Sauna, eine Jolle Tolle (Tauchbecken mit über 40 Grad warmem Wasser), einen Kinderspielplatz und zwei Hängematten gibt. Obwohl das Grundstück von Häusern umgeben ist, ist alles so geschickt angelegt, dass von außen keine Einsicht möglich ist. Alles in allem ein sehr schöner Wellnessbereich, man fühlte sich wohl und konnte herrlich entspannen. Buchungen von Massagen und Kosmetikbehandlungen waren nur am Samstag problemlos möglich.
Anwendungen:
Die Räumlichkeiten für Massage und Kosmetikbehandlungen waren perfekt eingerichtet, mit absoluter Liebe zum Detail. Man konnte mit allen Sinnen in eine asiatische Welt abtauchen und die wunderbaren, fachlich sehr guten Behandlungen genießen. Ein absoluter Genuss, wir buchten sogar noch eine zweite Massage. Vorher schriftlich eingereichte Buchungen wurden gleich bearbeitet, Termine wurden sofot notiert und an den Therapeuten weitergegeben.
Essen:
Am Abend hatten wir das mexikanische Menu gebucht, was im oben beschriebenen La Cabeza eingenommen wurde. Es gab fünf Gänge, einer leckerer als der andere. Dass man Kakteen essen kann, wussten wir bis dato noch nicht. Auf Grund der Intimität in diesem eher kleinen Raum kamen wir schnell mit anderen Gästen ins Gespräch und es dauerte nicht lange, bis wir unsere drei Tische zusammenrückten. Die Speisen kamen in einer zeitlich sehr schönen Reihenfolge, sodass es bei mexikanischem Bier und Musik ein sehr langer, lustiger Abend wurde. Beim Frühstück am nächsten Morgen fanden wir auch alles, was zu einem guten Frühstück gehört. Alles war sehr übersichtlich aufgebaut und der Service war gut. Der zweite Abend brachte uns die Las Vegas Dinner Show. Beginn wieder um 19 Uhr. Wir durften im La Musica Platz nehmen, wo bereits wieder sehr schön eingedeckt war.Tagsüber hatten erstaunliche Umbauarbeiten in diesem Raum stattgefunden, sodass dort, wo vorher ein Kamin und der Durchgang zum Frühstücksraum war, nun eine Bühne stand mit Vorhang und diversen Scheinwerfern und Lichtspielen. Wir waren gespannt auf die Show. Der Abend lief dann so ab, dass zwischen jedem der fünf Gänge ein Showakt stattfand: es wurden von einem Sänger Songs von Dean Martin, Frank Sinatra, Tom Jones und dem King of Rock ’n’ Roll dargeboten. Live und sehr gut gesungen. Er wechselte sich ab mit dem Hotelchef höchstpersönlich, der als Magier auftrat und dessen gutgemachte Tricks für Verwunderung und Begeisterung sorgten, zumal seine kleine Tochter und sämtliche Angestellten mit in das Programm involviert waren, obwohl sie nebenher noch für unser leibliches Wohl sorgten. Das Essen zog sich wieder angenehm lange hin und war wieder sehr lecker.Etwas störend, aber notwendig waren nach der Show die Auf- und Umräumarbeiten.
Service:
Der Service war überwiegend gut. Alle waren freundlich, willig und zu einem kleinen Plausch immer bereit, was sehr angenehm war.
Fazit:
Das Hotel nennt sich „das etwas andere Erlebnishotel“. Es trägt seinen Namen zu Recht. Es ist wirklich anders. Nicht zu vornehm, schneller Kontakt zu anderen Gästen, trotzdem kann man seine Ruhe haben. Essen, wendungen, Unterhaltung und Ausflugsmöglichkeiten sind sehr gut. Die Organisation ist manchmal ein wenig chaotisch, aber zum Ende hin klappte immer alles. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und kommen gerne wieder, und dann nicht, um nur den Wellnessbereich, sondern das ganze Hotel zu genießen.
Mehr Informationen unter http://www.grimmeblick.de/